Blinker angeln auf Forelle, Hecht, Zander oder Barsch

Blinker angeln: So geht's

Der Blinker ist ein künstlicher Köder, der zum Raubfischangeln verwendet wird. Raubfische wie Forelle, Hecht, Zander oder Barsch lassen sich mit dem Blinker angeln, denn dieser imitiert aufgrund seiner Bauform verletzte oder kranke Kleinfische, die zur bevorzugten Beute der Räuber gehören.

Die meisten Blinker bestehen aus leichtem Metall und weisen eine ovale Form auf. In der Mitte sind sie leicht eingedellt, so dass beim Zug durch das Wasser eine torkelnde Bewegung entsteht. Auf dem Markt existiert eine breite Palette an Formen und Farben sowie zusätzlichen Verzierungen. Dennoch dominieren beim Blinker Angeln die Farben Silber, Gold und Kupfer, da sie das Licht besonders gut reflektieren und so auch in großen Tiefen von den Fischen sehr gut gesehen werden. Je nach Hersteller und Modell gibt es Blinker mit diversen Mustern. Manche sind durch eine fischtypische Schuppung gekennzeichnet, andere dagegen sind komplett glatt. Häufig hängen kleine, leuchtend-rote Plastikflossen in der Nähe der Drillinge. So wird die Illusion einer Rotfeder (Friedfisch, häufigster Beutefisch der Raubfische) fast perfekt. Wer also auf Blinker angeln möchte, muss sich erst einmal für einen Blinkertyp und für eine Farbe entscheiden.

Die Idee, Fische mit künstlichen Ködern zu fangen, hatten Menschen bereits Jahrtausende vor Christi Geburt. Damals wurden die ersten Blinker aus Muschelschalen und Tierknochen gefertigt. Später wurden Blinker aus Löffelschalen hergestellt. Dazu wurde die Laffe vom Löffelschaft getrennt, auf Hochglanz poliert und mit Haken versehen. Im Wasser sprang der Löffelkopf hin und her und reflektierte so das Sonnenlicht, welches der Angler als eine Art Blinken aufnahm – daher kommt auch der Name.

Blinker Angeln leicht gemacht

Heute gehört das Blinker Angeln zu den beliebtesten Angelmethoden. Ein Grund dafür ist die relativ simple und schnelle Montage. Aus dem Angelbedarf wählt man dazu einfach eine Angelrute, eine Rolle, eine auf den Zielfisch angepasste Schnur und einen Blinker. Schon kann man mit dem Blinker Angeln beginnen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt ein sogenanntes Stahlvorfach zwischen Schnur und Blinker, sowie einen Wirbel, der die Verdrillung der Schnur verhindert. Das Stahlvorfach dient als Schutz vor den scharfkantigen Fischzähnen, die die normale Schnur leicht durchtrennen würden.

Wer Raubfische mit dem Blinker angeln möchte, der sollte vorerst das Gewässer ausloten oder sich bei ansässigen Anglern über Wassertiefe und Bodenbeschaffenheit informieren. Ansonsten kann es schnell dazu kommen, dass der Blinker sich verfängt und abgerissen werden muss. Deshalb empfiehlt es sich, beim Blinker Angeln erst einmal in mittlerer Tiefe zu fischen oder Blinker mit Einzelhaken zu verwenden, da diese leichter gelöst werden können. Um sogenannte Hänger zu vermeiden, kann man auch auf Blinker mit Hakenschutz zurückgreifen. Beim Kontakt mit Treibholz oder Steinen verhindern diese zwei Drähte, dass der Drilling sich verfängt.

Je nach Jahres- und Tageszeit, Wassertemperatur und -beschaffenheit sollte der Angler auf unterschiedliche Blinker angeln. Bei grellem, winterlichen Sonnenschein, wenn die Raubfische an der Oberfläche jagen, garantieren eher dunkle, schmale Blinker den größten Fangerfolg. Im Sommer während der Abenddämmerung sind dagegen große, goldene Blinker weitaus fängiger. Prinzipiell lohnt es sich, im Angelgeschäft oder bei Anglern, die das Gewässer kennen, nachzufragen, welche Köder den größten Erfolg bringen. Ist der richtige Köder gefunden, so wird das Blinker Angeln, das bei den meisten Anglern als „Blinken“ bekannt ist, zu einem fischreichen Erlebnis.

Ein Kommentar

  1. Angel Babe sagt:

    Ich habe schon Blinker Angeln und Köfi Angeln ausprobiert!
    Und meiner Meinung nach ist Blinker Angeln die wesentlich einfachere und bessere Methode!
    Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden…

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