Bienenmaden – einer der beliebtesten natürlichen Forellenködern

Bienenmaden
Bienenmaden. Bild: © Florian Blümm – 123rf.com

Bienenmaden haben in der Gemeinschaft der Angler quasi einen Kultstatus und man ist sich weitgehend einig, dass es keinen besseren Naturköder fürs Angeln von Forellen gibt.

Bienenmaden haben zum Glück nur indirekt mit unserer heimischen Honigbiene zu tun. Bei Bienenmaden handelt es sich nämlich um die Larve der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella). Allerdings setzt die Wachsmotte ihre Eier in Bienenstöcken ab, wo sie erheblichen Schaden anrichten kann. Übrigens in alten Büchern wird die Bienenmade als Anglerraupe, Angelraupe oder auch Honigmade bezeichnet.

Die Beschaffung des Naturköders

Da die Große Wachsmotte sich schnell vermehrt und der Entwicklungszyklus kurz ist, sind Bienenmaden ganzjährig verfügbar und können leicht und preiswert bei Imkern beschaffen werden. Und weil sie ein beliebter Forellenköder sind, gibt es sie natürlich in jedem Angelgeschäft zu kaufen. Auch online können sie ebenfalls bestellt werden*. Der Händler sollte die Raupen aber in einer Kühlbox versenden. Die Maden sind besonders gegen Hitze empfindlich und überleben den Transport ohne Kühlung oft nicht.

Aufbewahrung

Bis zur endgültigen Verpuppung können die Bienenmaden gut eine Weile gelagert werden. Doch auch dafür brauchen sie Kühlung. Der Kühlschrank ist für die Lagerung der Raupen jedoch ungeeignet, weil bei Temperaturen unter sechs Grad Celsius ihr Organismus versagt. Auch zu warme Temperaturen sollen vermieden werden, denn dann versagt der Organismus aufgrund der Hitze. Am günstigsten für die Aufbewahrung der Bienenmaden sind Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Ein kühler Keller wäre beispielsweise ein geeigneter Aufbewahrungsort, in dem die Raupen bis zu mehreren Wochen überleben können.

Eine Kühlbox*, die ein versierter Angler und Naturfreund ohnehin besitzt, eignet sich ebenfalls gut für die Lagerung. In einer solchen kann man die Köder auch im Sommer mit zum Angeln nehmen. Wer sich im Winter zum Angeln aufmacht, kann die Maden ganz einfach in einer kleinen Dose in der Jackentasche transportieren. Durch die Körperwärme bleiben die Maden schön warm und haben dann genau die richtige Temperatur, um Forellen anzulocken.

Anköderung und Angeltechnik

Fürs Angeln mit Bienenmaden ist ein dünndrähtiger Einzelhacken N12 bis 14* bestens geeignet. Der Köder wird unter dem Kopf eingestochen und knapp unter der Haut bis an den Ansatz des Hinterleibes geführt. Dabei darf die Larve nicht zu fest gedrückt werden, da sie sonst ihren wertvollen Inhalt verliert.

Typische Anköderung beim Posenangeln
Bild: © Forelle.net

Bienenmaden sind das ganze Jahr über fängig. Ideal scheinen sie jedoch in in Gewässern mit geringer Tiefe und etwas wärmerem Wasser zu sein.

Bienenmaden sind besonders für das Angeln mit Pose geeignet. Sie lassen sich aber auch beim Tippfischen an der Oberfläche, aber auch beim Spürangeln sowie beim Schleppen am Grund anbieten.

Zum Schleppen fädelt zwei Maden für ein sogenanntes Bienenmaden-L auf, dabei wird die erste Made vom Schwanzende her vorsichtig der Länge nach bis über die Wicklung aufgezogen. Bei der zweiten Bienenmade wird im Kopf eingestochen und der Haken tritt in der Mitte wieder aus. 

Natürlich kann man Bienenmaden auch mal mit anderen Ködern kombinieren, z.B. Forellenteig, Mehlwürmern oder Dosenmais. Was aber nicht empfohlen wird – mehr als 2 Maden auf einen Hacken zu ziehen. Damit hat man dann einen riesigen Köder am Haken, den kaum eine Forelle schlucken kann.

Neben lebendigen Bienenmaden gibt es auch die mumifizierten Mummys, die es in verschiedenen Farben gibt. Sie sind recht stabil und daher optimal am Haken halten. Besonders zum Schleppen sind sie bestens geeignet.

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