Forellen mit Naturködern angeln: Heuschrecken und Grashüpfer

Heuschrecke
Heuschrecke. Bild: © hellrhaim – pixabay.de

Neben bestimmten Käfern und ihren Larven geben auch Heuschrecken und Grashüpfer hervorragende Naturköder ab. Besonders im Hoch- und Spätsommer bieten sie sich aufgrund ihres häufigen Vorkommens an. Gerade bei heißem und schwülem Wetter werden viele Köder von Fischen oft verschmäht. Einer Heuschrecke oder einem Grashüpfer können sie aber oft nicht widerstehen. Danach schnappen nicht nur Forellen, sondern auch größere Fische wie Karpfen und Döbel.

Es gibt hierzulande viele Heuschreckenarten. Als Köder eignen sich am besten solche, die ohnehin in Gewässernähe beheimatet sind. Das wäre beispielsweise der Gemeine Grashüpfer (Chorthippus parallelus) aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Das weit verbreitete Insekt erreicht eine Größe zwischen 12 und 22 Millimetern.

Die einfache Beschaffung des Köders

Grashüpfer und Heuschrecken gibt es ab Juni zu hauf auf Wiesen und Feldern und vor allem auch in der Nähe von Gewässern. Wenn man durchs Gras läuft wird man ihrer schnell gewahr, wenn sie in alle Richtungen davon springen. Zum Fangen eignet sich ein Kescher oder ein feinmaschiges Schmetterlingsnetz*, das man sich aus Gaze oder einem Feinstrumpf leicht selbst herstellen kann.

Wer frühmorgens in den noch betauten Wiesen auf Jagd geht, wird besonders reiche Beute machen. Dann sind die an sich flinken Grashüpfer noch benommen und lassen sich besonders leicht auch mit der Hand einsammeln.

Heuschrecken aufbewahren

Zur Aufbewahrung der kleinen Heuschrecken eignen sich am besten Einweckgläser oder Plastikflaschen. Letztere haben den Vorteil, dass man die Hüpfer durch den engen Flaschenhals gut einzeln entnehmen kann ohne dass die anderen Köder entkommen können. In die Gefäße sollte man auch etwas Gras oder Laub geben. Außerdem müssen die Verschlüsse perforiert werden, damit die Tiere genügend Luft bekommen.

Anköderung

Für Grashüpfer als Köder braucht man sehr dünndrahtige Einzelhaken. Für kleinere Köder sollten auch kleine Haken von Größe 10 bis 12 verwendet werden, für größere Exemplare 6 bis 8. Der Kopf von Heuschrecken hat einen Panzer aus Chitin, der sich sehr gut für die Anköderung eignet. Hier wird der Haken durchgestochen und am Rücken des Insekts wieder ausgeführt. Manche Angler befestigen den Köder auch mit wasserfestem Sekundenkleber am Haken. Bei beiden Methoden wird die Heuschrecke noch eine ganze Weile an der Wasseroberfläche zappeln und den Fisch damit so lange auf sich aufmerksam machen bis er zubeißt.

Eine andere Anköderung empfiehlt sich hingegen zum tiefen Fischen. Dann sollte der Grashüpfer der gesamten Körperlänge nach auf den Haken gefädelt werden. Außerdem wird der Haken zusätzlich durch eine kleine Bleikugel beschwert. So sitzt der Köder wesentlich stabiler auf dem Haken und er kann sogar ein wenig ausgeworfen werden.

Angeltechnik und Angelplätze

Heuschrecken bzw. Grashüpfer sind ausgezeichnete Köder, wenn üppige Wiesen am Gewässerrand stehen und die Fische ohnehin auf derlei Beute aus sind. In klaren Gebirgsseen und -bächen etwa verspeisen Forelle und Co. zu bestimmten Tageszeiten ohnehin größere Mengen an Grashüpfern, die dort ganz natürlich und zahlreich auf dem umliegenden Grün herum hüpfen und so auch auf die Wasseroberfläche geraten. Entsprechend arglos werden sie also einen gut präparierten Köder als ganz natürliche Beute wahrnehmen.

Beim Angeln mit einer Wasserkugel oder auch beim Tippfischen können Grashüpfer über einen langen Zeitraum hinweg fängig sein.

Die Beschaffung von kleinen Heuschrecken als Köder ist denkbar einfach. Doch auch Zoogeschäfte und Anglerläden bieten lebende Heuschrecken zum Kauf an. Diese Heuschrecken sind in der Regel gezüchtet und als Tierfutter fürs Terrarium gedacht. Als Köder fürs Angeln sind diese Tiere anders als vielleicht erwartet wenig geeignet. Sie gehören nicht zum natürlichen Lebensraum der Fische und werden eher als fremd wahrgenommen. Auch für Fische gilt, dass sie nur das fressen, was sie auch kennen.

Anglerfachgeschäfte und entsprechende Onlinehändler bieten zudem auch künstliche Köder an, die Grashüpfer und Heuschrecken imitieren. Diese sind durchaus geeignet, den einen oder anderen Fisch an die Angel zu bekommen. Naturköder sind aber in jedem Fall die bessere Wahl.

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  • Revolutionäres Simulationsdesign - 1: 1 Nachahmung von echten Insekten, und der Fisch kann sein wahres und ein falsches nicht unterscheiden, deshalb ist es sehr einfach zu fischen.
  • High-Tech-Verbundmaterialien - Es besteht aus High-Tech-Verbundmaterialien, um die Fliege lebendig zu machen. Sogar die Details der Flügel sowie die Gelenke der Beine und Füße sind den echten Insekten gleich.
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