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Fischen mit dem Wallerholz

Angeln mit dem Wallerholz - Alternative oder Ergänzung zur Rute?

Wer klopft denn da? – Das Wallerholz

Das Wallerholz ist ein Utensil, das, wie der Name schon sagt, zum Angeln auf Waller (Welse) eingesetzt wird. Genauer gesagt wird das Holz zum Fischen vom Boot aus benutzt.

Das Wallerholz kommt aber nicht direkt an der Schnur oder der Rute zum Einsatz, sondern wird vorab genutzt, um den Waller zur gewünschten Angelstelle zu führen oder zu locken. Das Holzstück, das übrigens seinen Ursprung in Ungarn findet, ist circa 30 – 40 cm lang und erinnert von der Form her an einen geschwungenen Knochen oder auch an einen sehr kleinen Eishockeyschläger. Es besteht aus einem Griff und einem Endstück, an dem ein tellerförmiger Holzkopf befestigt ist.

Wie klopft man richtig? – Die korrekte Anwendung

Das Holz wird bei der Anwendung in einem bestimmten Winkel in der Hand, ähnlich wie eine Hacke, gehalten und auf die Wasseroberfläche geschlagen. Mit dem korrekten Winkel erzeugt so das platte Endstück (Kopf) ein ploppendes Geräusch im Wasser, das an das Abziehen eines Sektkorkens erinnert.

Der Waller ist ein sehr geräuschorientierter Fisch, der sich durch dieses Klopfgeräusch angezogen fühlt. Wird das Holz allerdings falsch angewendet, so kann man damit aber auch die entgegengesetzte Wirkung erzeugen und den Fisch verscheuchen. Besonders wichtig bei einem Wallerholz ist, dass es beim Angler perfekt in der Hand liegt, um somit schöne und gleichmäßige Töne erzielen zu können. Jeder Welsangler hat irgendwann sein Lieblingsholz gefunden und ist, damit ausgerüstet, ein wahrer Meister-Klopfer.

Für wen klopft es noch? – Das Wallerholz für andere Fische

Mit diesem Holzutensil lockt man hauptsächlich den Waller (Wels) an den Angelplatz. Daher stammt auch der Name des Utensils. Dennoch hat man herausgefunden, dass sich das berühmte Holzstück auch für andere Raubfischarten eignet. Beim Hechtangeln mit dem Köderfisch kann sich das Holz ebenfalls als hilfreich erweisen. Auch der Hecht lässt sich gern von Schallwellen verführen. Das Holz auf das Wasser geschlagen und circa 20 Minuten darauf die Köderfischmontage platziert, hat schon so manchen kapitalen Esox an den Haken gebracht.

Aber auch hier gilt die Regel, dass es auf den korrekten Winkel und den Rhythmus beim Klopfen ankommt. Beim Zander – oder Aalangeln hat sich das Wallerholz allerdings bislang als untauglich erwiesen. Das mag zum größten Teil daran liegen, dass diese Fische besonders scheue Tiere sind.

Was klopft noch? – Die Alternativen zum Wallerholz

Das beliebte Holzstück gibt es in zig Ausführungen zu erstehen. Alternativ werden auch Aufsätze für längliche Gegenstände angeboten, die man beim grundsätzlich Angeln dabei hat. Für das Fischermesser gibt es so zum Beispiel Aufsätze, die genau solch ein Geräusch erzeugen können, wie das Original. Weiterhin kann der geübte Welsangler auch seine hohle Hand benutzen, um das erwünschte Geräusch zu erzeugen. Doch eine echte Alternative stellt das natürlich nicht dar.

Das Wallerholz ist eine spezielle Anfertigung, die eben auch ein ganz spezielles Geräusch erzeugt. Preislich sind die Hölzer übrigens zwischen zwanzig und fünfzig Euro angesiedelt. Aber natürlich gibt hierbei, wie bei fast allen Dingen im Leben, nach oben keine festen Grenzen. Am Rande noch ein kleiner

Tipp: Mit einem tauglichen Wallerblinker lassen sich beim geübten Auswerfen ebenfalls solche Plopp-Geräusche erzeugen. Das allerdings bedarf außerordentlicher Übung und Können.

Vor – und Nachteile des Wallerholzes

Vorteile:

  • an Seen oder Flüssen sehr fängig
  • auch für das Hechtangeln geeignet
  • aus Holz gefertigt, schwimmt es an der Oberfläche
  • dient zur Not auch als Fischtotschläger

Nachteile:

  • bedarf viel Übung, bis zum perfekten Ploppen
  • es gibt kaum vergleichbare Alternativen
  • aus Metall gefertigt, sinkt es ab
  • es kann dauern, bis man ’sein‘ perfektes Holz gefunden hat

 

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